Intuitives Klavierspiel
Du kannst schon mehr, als Du denkst
Im Laufe der Jahre hatte ich einige KlavierschülerInnen im "normalen" Unterricht.
Man hat ein Buch, man bringt dem Kind / der erwachsenen Person die Noten bei, das Lesen dieser schwarzen Punkte auf meist weißem Papier. Den Fingersatz, Haltung, wie man übt, wie man besser wird, wo die Fehler sind, wie man mit Fehlern umgeht und so weiter.
Als Klavierlehrerin braucht man viel Geduld. Es gibt unterschiedliche SchülerInnen, unterschiedliche Familien.
Jeder braucht unterschiedlich viel Zeit um etwas zu erlernen, geht anders an die Dinge heran. Es gibt kein Schema, was für alle gleichermaßen gilt.
Und so hat es mir immer am meisten Spaß gemacht, mit ganz wenigen Vorgaben den/die SchülerIn einfach spielen zu lassen; mit meiner Begleitung.
Eine meiner schönsten "Ersten Stunden" war die, in der ich mit meiner Vorgehensweise in 1 Unterrichtsstunde einer gerade neu in Rente gekommenen Dame eben auf diese intuitive Weise beibringen konnte ein Weihnachtslied zu spielen. Durch unseren Umzug in den Odenwald vor 3 Jahren bin ich leider nicht mehr bei ihr zum wöchentlichen Unterricht, was ich sehr bedaure.
Intuitives Spiel
Am Klavier kann man sich gehen lassen und genießen. Auf kaum einem anderen Instrument kann man so schön entspannen und zur Ruhe kommen wie am Klavier. Man drückt eine Taste und schon kommt ein Klang. Bei einem akustischen Klavier ist dies am schönsten und man kann richtig spüren, wie man vom Klang erfasst wird.
Durch eine Tastenkombination in die Erholung
Zu Beginn der Stunde zeige ich Dir eine Tastenkombination, welche einen Akkord darstellt. Ich bringe Dir bei, welche Töne zueinander passen und wie sie wirken, Du fühlst dabei, was Dir gerade gefällt. Wir erarbeiten gemeinsam ein Klangbild, das wir anschließend benutzen um Dich in eine aktive Entpannung zu führen.
Du musst nichts können und Du musst nichts mitbringen. Allein Deine Anwesenheit ist der Schlüssel. Du wirst lernen Dich auf den Klang einzulassen und auf die Veränderung, die in Deinem Inneren geschieht.
Die Schnelligkeit des Lebens
Das Leben ist schneller geworden.
Autos bringen uns an Orte, die Seele kommt kaum hinterher. Nachrichten werden online verschickt, obwohl die Person nicht direkt bei einem ist. Kommunikation findet seit geraumer Zeit ohne Augenkontakt statt. Maschinen erledigen die Arbeit, die uns früher selbst Spaß gemacht hat oder zumindest stolz sie erledigt zu haben. Verbindungen zu Menschen fallen weg, da der Kontakt zu Menschen immer weniger notwendig ist um den Alltag bestreiten zu können.
Was geblieben ist: Das Durchhaltenmüssen. Die Verbindlichkeiten. Der Druck, der von Außen kommt oder den man sich selbst macht. Zukunftsängste. All der ganze Kram.
Zur Ruhe kommen am Klavier in einer Stunde angeleitetem intuitivem Klavierspiel:
Im Moment des Innehaltens entsteht Verbindung zu Dir selbst, es entsteht eine Ruhe, Langsamkeit.
Inmitten dieser Hektik: Ein Moment der Besinnung, den Du selbst im wahrsten Sinne des Wortes in den Händen hast.